| Neues Konzept

"Grand Slam Track" schlägt bei Premiere in Kingston auf

© Dan Vernon for World Athletics
Am kommenden Wochenende geht in Jamaikas Hauptstadt Kingston die erste Station der neuen Wettkampfserie "Grand Slam Track" über die Bühne. Im Kurz- und Langsprint mit und ohne Hürden sowie auf der Mittel- und Langstrecke messen sich viele der Weltbesten. Drei weitere "Slams" werden folgen.
Svenja Sapper

Kingston (Jamaika) ist von Freitag bis Sonntag Schauplatz eines Experimentes. Dort steigt der erste von vier Wettkämpfen, die zur neuen Serie "Grand Slam Track" zählen. Das Konzept dafür hat sich der einstige Sprint-Weltrekordler und viermalige Olympiasieger Michael Johnson (USA) ausgedacht. Im Fokus stehen bei den Meetings, die nach dem Auftakt in Kingston in Miami, Philadelphia und Los Angeles (USA) stattfinden werden, die Sprints und Läufe. Er wolle, dass sich die Augen ausschließlich auf die Disziplin richten, die gerade ausgetragen wird, begründete Johnson den Ausschluss der technischen Disziplinen. 

Die Disziplinen sind aufgeteilt in sechs Disziplingruppen: Kurzsprint, Kurzhürde, Kurzer Lauf, Langsprint, Langhürde und Langer Lauf. Die kürzeren Läufe umfassen Distanzen von 800 bis 1.500 Meter, die längeren Läufe Strecken von 3.000 bis 5.000 Metern. Die 200 Meter zählen sowohl zu den Kurz- als auch zu den Langsprints, ebenso wie die 100 Meter flach neben dem Kurzsprint auch der Kurzhürde und die 400 Meter flach auch der Langhürde zugeteilt sind.

"Racer" gegen "Challenger"

In jeder Disziplingruppe treten "Racer" gegen "Challenger" an. Während die "Racer" für alle vier "Grand Slam"-Meetings verpflichtet wurden, absolvieren die "Challenger" lediglich einzelne Events und wollen die "Racer" herausfordern. Nach dem vierten "Slam" werden pro Disziplingruppe eine Gesamtsiegerin und ein Gesamtsieger ermittelt. Disziplingruppen-übergreifend werden zudem der Athlet und die Athletin, welche die meisten Punkte gesammelt haben, zum "Racer of the Year" gekürt. 

Die "Racer" bestreiten somit bei jedem Meeting zwei Rennen, im Kurzsprint beispielsweise über 100 und 200 Meter, im Bereich Kurzhürde über 110 beziehungsweise 100 Meter Hürden und 100 Meter flach, wobei sie über beide Strecken nur gegen die "Racer" und "Challenger" ihrer eigenen Disziplingruppe antreten. So steht am Samstag in Kingston zunächst ein 200-Meter-Rennen mit den acht Startern der Disziplingruppe Langsprint auf dem Programm, rund eine Stunde später rennen dann die acht Starter der Disziplingruppe Kurzsprint ebenfalls 200 Meter. 

Weltrekordler und Olympiasieger

Die neue Wettkampfserie findet bei vielen Stars der Leichtathletik großen Anklang. Zu den "Racern" über die Langhürde gehört beispielsweise Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Sydney McLaughlin-Levrone (USA). Für sie stehen am Freitag die 400 Meter Hürden, am Sonntag die 400 Meter flach an. Unter ihren Kontrahentinnen befinden sich die WM-Dritte aus Jamaika Rushell Clayton, ebenfalls "Racer", und ihre Vorgängerin als Weltrekordlerin Dalilah Muhammad (USA), die zu den "Challengern" zählt. Bei den Männern trägt der Weltmeister von 2022 Alison dos Santos aus Brasilien den bekanntesten Namen. 

Weitere Stars, die als "Racer" ins Rennen gehen: 200-Meter-Olympiasiegerin Gabby Thomas (USA; Langsprint), 400-Meter-Olympiasiegerin Marileidy Paulino (Dominikanische Republik; Langsprint), 400-Meter-Europarekordler Matthew Hudson-Smith (Großbritannien; Langsprint), dessen Landsfrau und EM-Zweite Daryll Neita (Kurzsprint) und der einstige 100-Meter-Weltmeister Fred Kerley (USA; Kurzsprint). Zu den "Challengern" in Kingston zählen unter anderem die mehrmalige Europameisterin Dina Asher-Smith (Großbritannien; Langsprint) und Rio-Olympiasieger Omar McLeod (Jamaika; Kurzhürde). 

In den kurzen Läufen messen sich 800-Meter-Weltmeisterin Mary Moraa (Kenia) und die Olympia-Zweite über 1.500 Meter Jessica Hull (Australien), bei den Männern treffen 800-Meter-Weltmeister Marco Arop (Kanada), US-Star Cole Hocker und 1.500-Meter-Weltmeister Josh Kerr (Großbritannien) als Racer auf Olympiasieger Emmanuel Wanyonyi (Kenia). Die noch längeren Strecken werden unter anderem die Äthiopierinnen Tsige Gebreselama und Agnes Ngetich sowie Hallen-Weltrekordler Grant Fisher (USA) zurücklegen. Über die Kurzhürde sprinten die Olympiasiegerinnen Jasmine Camacho-Quinn (Puerto Rico) und Masai Russell (USA; Racer) gegen die Weltmeisterinnen Danielle Williams (Jamaika) und Nia Ali (USA; Challenger). 

Foto: Mit der Olympiasiegerin und Weltrekordlerin über 400 Meter Hürden Sydney McLaughlin-Levrone tritt einer der größten Leichtathletik-Stars bei allen vier Meetings als "Racer" an. 

TV-Tipp: 
Eurosport sendet am Wochenende Live-Übertragungen und Aufzeichnungen vom "Grand Slam Track"-Meeting. Mehr Infos finden Sie in unseren TV-Terminen...

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