| Herzogenaurach

Spitzenzeit für Amanal Petros, Weltrekord für Emmanuel Wanyoni

© Theo Kiefner
Amanal Petros hat am Samstag auf der "Road to Records" in Herzogenaurach seinen eigenen deutschen Rekord über 10 Kilometer auf der Straße nur um zehn Sekunden verfehlt. Über die Meile stellte Emmanuel Wanyoni aus Kenia einen neuen Weltrekord* auf.
Silke Bernhart

Das mit "Road to Records" überschriebene Meeting in Herzogenaurach hielt, was der Name versprach: In stark besetzten internationalen Feldern, die Ausrüster adidas zusammengestellt hatte, gab es am Samstag einige Spitzenzeiten zu bestaunen. Die Krönung lieferte zum Abschluss von sieben Rennen der Vize-Weltmeister über 800 Meter Emmanuel Wanyoni: Der Kenianer verbesserte über die Meile den Straßen-Weltrekord von Weltmeister Hobbs Kessler (USA), der in Herzogenaurach Zweiter wurde (3:56,1 min), auf 3:54,5 Minuten. Auf dieser Strecke werden erst seit September 2023 offizielle Weltrekorde dokumentiert.

Auch der Deutsche Rekordhalter über 10 Kilometer, im Halbmarathon und Marathon Amanal Petros (SCC Berlin) hatte im Vorfeld Rekordambitionen verkündet: Er wollte seine eigene Bestmarke über 10 Kilometer unterbieten. Obwohl er erst zwei Wochen zuvor den Hannover Marathon gerannt war, konnte Petros am Samstag lange mit den Besten mithalten, erst etwa zwei Kilometer vor dem Ziel verlor er den Anschluss an die Führungsgruppe. Am Ende fehlten in 27:42 Minuten auf Platz zwölf lediglich zehn Sekunden zu seinem Rekord, den er im Februar 2023 aufgestellt hatte.

Europarekord wackelt

An der Spitze lief mit einer Tempoverschärfung ab etwa Kilometer acht der Kenianer Nicholas Kipkorir (27:05 min) dem Sieg entgegen, sein Landsmann Sebastian Sawe (27:06 min), der lange das Tempo hochgehalten hatte, konnte die Lücke mit seinem Schlussspurt nicht mehr ganz schließen. Auf Rang vier schrammte Yemaneberhan Crippa (Italien) in 27:08 Sekunden nur um eine Sekunde am Europarekord des Franzosen Jimmy Gressier vorbei.

Die 10-Kilometer-Entscheidung war fest in der Hand von Agnes Jebet Ngetich (Kenia). Die WM-Sechste über 10.000 Meter setzte sich nach etwa der Hälfte des Rennens von ihrer Landsfrau Margaret Chelimo (30:39 min) ab, und das mit Kurs auf den Weltrekord für reine Frauen-Rennen. Schließlich verfehlte sie in 30:03 Minuten lediglich um zwei Sekunden die Rekordmarke von Agnes Tirop. Diese hatte im September 2021 ebenfalls in Herzogenaurach den sogenannten "Women only" Weltrekord erzielt, bevor sie nur wenige Wochen später in ihrer Heimat Kenia ermordet wurde – angeklagt wurde für die Tat ihr Ehemann. Das Meeting stand am Samstag auch in ihrem Zeichen.

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik...

* vorbehaltlich Ratifizierung

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