| R5K-Tour

Dresdner und Berlinerinnen beim R5K-Auftakt in Dresden vorn

© Norbert Wilhelmi
Beim NTT DATA Citylauf in Dresden haben Deutschlands Lauftalente am Sonntag die R5K-Rennserie 2024 eingeläutet. Die ersten Siege auf der 5-Kilometer-Strecke gingen auf das Konto von Läuferinnen aus Berlin und Läufern aus Dresden. Felix Friedrich konnte dabei sogar eine neue Bestmarke innerhalb des 2023 eingeführten Lauf-Events aufstellen.
Christian Ermert

Chiara Anisia Judis und Lucia Hemeling aus Berlin sowie Tore Machnow und Felix Friedrich aus Dresden haben am Sonntag in Dresden die ersten Fünf-Kilometer-Rennen zur R5K-Tour 2024 gewonnen. Dabei feierte U23-Sieger Felix Friedrich vom Dresdner SC in 14:22 Minuten einen überlegenen Sieg: Der Lokalmatador war nicht nur mehr als eine Minute schneller als alle anderen Starter in dem Rennen, er war auch schneller als alle anderen R5K-Sieger vor ihm. Die bis dahin schnellste Zeit hatte der spätere Gesamtsieger Sven Wagner 2023 mit 14:26 beim Paderborner Osterlauf aufgestellt.

„Ich habe vom Start weg direkt alles gegeben“, meinte der Auftaktsieger nach dem Rennen, das bei bedecktem Himmel und ruppigem Wind auf einer Fünf-Kilometer-Runde in der Dresdner Altstadt stattfand. „Auf dem zweiten und dritten Kilometer hatten wir guten Rückenwind, danach musste man allerdings stark gegen den Wind arbeiten. Aber da waren dann ja auch die meisten Fans, die einen gepusht haben. Mit der Zeit bin ich zufrieden.“

Tore Machnow hält Christoph Männel auf Distanz

Während U23-Sieger Felix Friedrich allein gegen den Wind am Elbufer kämpfen musste, konnte sich das Spitzenduo in der U20 mit der Führungsarbeit abwechseln. Tore Machnow (Dresdner SC 1898) und Christoph Männel (SC DHfK Leipzig) bestimmten dieses Rennen. Mit dem besseren Ende für den Dresdner, der sich in 15:33 Minuten mit zwei Sekunden Vorsprung auf den Leipziger durchsetzte. „Auf den letzten zwei Kilometern war es total windig. An machen Ecken hat es sich angefühlt, als ob man stehenbleibt. Aber Christoph und ich haben uns gut gepusht“, erzählt der Sieger.

Erstaunlich war die Leistung des drittplatzierten Lennox Gyulai. Der 15-Jährige lief in 16:24 Minuten gegen die teilweise fast vier Jahre ältere Konkurrenz auf Rang drei in der U20 und auf Rang sechs aller U23-Starter. Der junge Läufer von der SG Lok. Hainsberg, der in diesem Jahr 16 wird, war 2023 deutschlandweit über 800 Meter (1:59,06 min), 1.000 Meter (2:39,94 min) und 2.000 Meter (5:57,37 min) der schnellste U16-Athlet de sJahres, bei den Deutschen U16-Meisterschaften gewann er Silber über 1.500 Meter Hindernis.

Läuferinnen holen Siege nach Berlin

Während sich in den männlichen R5K-Klassen die Lokalmatadoren aus Dresden durchsetzten, gingen die Siege in der weiblichen U23 und U20 nach Berlin. In der U23 setzte sich wie erwartet Lucia Hemeling vom SCC in 17:02 mit fast vier Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte Nele Prüser (LG Nord Berlin; 20:51 min) durch. Zweitschnellste R5K-Läuferin in Dresden war allerdings U20-Siegerin Chiara Anisia Judis. Die Läuferin vom LAC Berlin war nach 18:05 Minuten im Ziel und verwies die Dresdnerin Ida Sommer (18:50 min) mit deutlichem Vorsprung auf Rang zwei. „Das Rennen war sehr schön, die Stimmung sehr gut, auch wenn die Bedingungen mit dem vielen Wind und dem Kopfsteinpflaster nicht ideal für schnelle Zeiten waren. Aber das war ja für alle gleich.“

Das erste Rennen zur R5K-Tour 2024 fand im Rahmen des NTT DATA Citylaufs in Dresden statt, bei dem sich auf der Zehn-Kilometer-Distanz bei den Männern Sebastian Hendel (LG Braunschweig) in 29:22 Minuten vor Tom Thurley vom Potsdamer Laufclub (29:37 min) durchsetzte. Bei den Frauen gewann Purity Gitonga aus Kenia mit einem neuen Streckenrekord in 31:40 Minuten und verwies ihre Landsfrau Sheila Jeruto (33:39 min) sowie Kristina Hendel von der LG Braunschweig (34:47 min) auf die Plätze zwei und drei (wir berichteten).

R5K-Tour
Insgesamt zählen Rennen in fünf deutschen Städten zur R5K-Serie 2024: Die Tour wird am 30. März beim Paderborner Osterlauf fortgesetzt, es folgen Rennen in Hannover (13. April), Hamburg (1. September) und das große Finale beim BMW BERLIN-MARATHON am 28. September. Um in der Gesamtwertung vorn zu landen, sind mindestens drei Starts Pflicht. Einer davon muss beim Finale in Berlin sein. Am Ende gewinnt, wer in der Addition des Ergebnisses von Berlin mit den beiden schnellsten Zeiten bei den vorhergehenden R5K-Läufen die schnellste Zeit hat (2+1-Regel). Alle Rennen sind offen für ambitionierte Läuferinnen und Läufer von 15 bis 22 Jahren. Gesamtwertung, Preisgelder und Trainingslager gibt es aber nur in der U20 und U23 der 18- bis 22-Jährigen – das sind 2024 die Jahrgänge von 2002 bis 2006.

Mehr Infos: www.r5k-tour.de

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