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12.08.2013 | Aktuell | Alexandra Neuhaus

Flash-News des Tages

Wissenswertes aus der Welt der Leichtathletik

David Storl würde sich "gläsern" machen (Foto: Kiefner)


David Storl: „Doping ist wie Selbstmord“
Kugelstoß-Weltmeister David Storl (LAC Erdgas Chemnitz) will sich nach den Doping-Skandalen der jüngsten Vergangenheit für einen sauberen Sport einsetzen. Gleichzeitig wirbt der 23-Jährige um mehr Vertrauen. Notfalls ginge er auch ungewöhnliche Wege und machte sich „gläsern“, verriet Storl im Interview mit der Tageszeitung "Die Welt". Jederzeit könne man ihn überprüfen, so der Athlet weiter. „Würde ich etwas Verbotenes tun", sagte Storl, "wäre das doch wie Selbstmord. Es ist absurd für mich, etwas zu tun, womit man mich hinterher an den Pranger stellen kann. Nichts auf der Welt wäre mir das wert.“

Kritik am geringen Zuschauerinteresse wächst
Die Kritik am geringen Zuschauerinteresse bei der Leichtathletik-WM in Moskau wächst. Olympiasieger Aries Merritt (USA) beklagte sich über die fehlende Stimmung im Luschniki-Stadion. „Natürlich bin ich nicht glücklich darüber, vor einem fast leeren Stadion zu rennen“, sagte der 28 Jahre alte Goldmedaillengewinner von 2012: „In London war es für mich wichtig, die Energie des Publikums zu spüren.“ Auch Idriss Gonschinska, Cheftrainer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), sagte: „In London hatten wir eine unglaubliche Atmosphäre. Ich hoffe, dass hier noch mehr kommt. Aber der Londoner Maßstab ist extrem hoch, das wird Moskau nicht schaffen.“ Die WM-Organisatoren hatten verkündet, 80 Prozent der Tickets verkauft zu haben, die Hälfte aller Karten soll jedoch an Sponsoren gegangen sein, berichtet Focus-Online.

Ex-Zehnkämpfer Busemann traut Schrader WM-Titel zu

Für Frank Busemann hat Vizeweltmeister Michael Schrader noch eine große Zehnkampf-Zukunft vor sich. „Natürlich kann er Weltmeister werden“, sagte der WM-Dritte von 1997 am Montag in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. Der Leverkusener Schrader hatte nach langer Verletzungspause bei der WM in Moskau mit 8.670 Punkten Silber hinter dem US-Amerikaner Ashton Eaton gewonnen. „Wenn er gesundbleibt, geht es bei ihm in Richtung 8.880 Punkte“, prophezeit Busemann. Zudem zollt er seinem Nachfolger Respekt dafür, niemals aufgegeben zu haben: „Schrader ist ein Athlet, der sich die Silbermedaille unter Tränen erkämpft hat. Er hat sie deshalb besonders verdient.“ dpa

Doping-Fall von Kelly-Ann Baptiste bestätigt
Der Doping-Fall von Kelly-Ann Baptiste, Dritte über 100 Meter bei den Weltmeisterschaften von 2011, ist bestätigt. Zusammen mit ihrer Teamkameradin Semoy Hackett war die 26-jährige Sprinterin aus Trinidad und Tobago kurz vor Beginn der WM in Moskau abgereist. «Die Abwesenheit der beiden Athletinnen hängt mit Doping-Angelegenheiten zusammen», teilte der Leichtathletik-Verband des Landes (NAAA) am Montag mit. Baptiste rangiert mit 10,83 Sekunden auf Platz drei der Weltjahresbestenliste. dpa

Ex-Weltrekordler Hary fordert lebenslange Strafe bei Doping
Ex-Weltrekordler Armin Hary hat sich für lebenslange Strafen bei Dopingvergehen ausgesprochen. „Wenn er einmal erwischt wird - lebenslange Sperre - darf er mit dem Leistungssport nichts mehr zu tun haben“, sagte Hary am Sonntagabend in der Sendung „Blickpunkt Sport“ des Bayrischen Rundfunks zu potenziellen Dopingsündern. Nach den Dopingschlagzeilen vor allem um die 100-Meter-Stars Tyson Gay aus den USA und Asafa Powell aus Jamaika glaubt Hary, „dass wir die Leichtathletik retten können, wenn wir wieder von vorne anfangen“. Hary forderte dabei auch gesetzliche Regelungen, „damit diese Athleten, die einmal erwischt werden, für alle Zeit vom Leistungssport weg sind“. Hinzu sollten seiner Meinung nach die Aberkennung von Titeln und Rekorden kommen und die Rückzahlung von Geldern. dpa

Europameister Lemaitre fällt verletzt aus
Der französische Sprinter Christophe Lemaitre hat sich im 100-Meter-Finale, wo er Siebter wurde, am Oberschenkel verletzt. Gestützt von zwei Betreuern wurde der Europameister nach dem Rennen aus dem Stadion geführt und ins Krankenhaus gebracht. Sein Trainer Pierre Caraz teilte mit, dass er über 200 Meter und mit der 4x100-Meter-Staffel in Moskau nicht mehr antreten kann. eme/aj

Präsident des LV-Rheinland unterstützt Kampf gegen Doping
Der Präsident des Leichtathletik-Verbandes Rheinland (LVR), Klaus Lotz,
hat in einem Schreiben an den DLV-Präsidenten, Dr. Clemens Prokop, die Unterstützung im Anti-Doping Kampf zugesagt. „Den Vorstoß und die Bemühungen ein Anti-Doping-Gesetz auf den Weg zu bringen, unterstütze ich ausdrücklich.“. Die Aufarbeitung der Vergangenheit und der Schutz der Sportler haben oberste Priorität. „Wir von Seiten der Verbände sind gefordert, die Öffentlichkeit über das Geschehene und die daraus zu ziehenden Konsequenzen zu informieren. Gerne bin ich bereit daran mitzuwirken." pm

Gewinner der Fan-Card-Aktion feiert Michael Schrader
Auf nach Moskau: Der Gewinner der DLV-Fan-Card-Aktion Nicolas Gutekunst aus Dusslingen bei Tübingen verbrachte drei spannende Tage bei der WM. Nachdem er am Samstag mit seiner Tante Birgit Olk von Frankfurt nach Moskau geflogen war, verfolgte er am Sonntag die Wettkämpfe im Stadion und feierte abends im DLV-WM-Club den ersten deutschen Medaillengewinner, Zehnkämpfer Michael Schrader (TSV Bayer 04 Leverkusen).


DLV-Veranstaltungsdirektor Frank Kowalski verabschiedet den Gewinner Nicolas Gutekunst und seine Tante Birgit Olk am Frankfurter Flughafen nach Moskau (Foto: T. Kowalski)

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