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14.08.2013 | WM 2013 | dpa/alex

5. WM-Tag: 1. WM-Gold für Irland seit 18 Jahren

Der Ire Robert Heffernan hat am Mittwoch bei den Weltmeisterschaften in Moskau (Russland) das 50 Kilometer Gehen gewonnen und seinem Land damit das erste WM-Gold in der Leichtathletik seit 18 Jahren beschert. Ein Qualifikations-Drama erlebten dagegen die deutschen Hammerwerferinnen. Betty Heidler und Kathrin Klaas (beide LG Eintracht Frankfurt) schafften es nicht, sich für das Finale zu qualifizieren.

Betty Heilder erlebte einmal mehr ein Quali-Drama (Foto: Chai)


Robert Heffernan, der Olympia-Vierte von London (Großbritannien) siegte am Mittwochmorgen mit der Weltjahresbestzeit von 3:37:56 Stunden vor dem Russen Michail Ryzhow (3:38:58 h) und dem Australier Jared Tallent (3:40:03 h). Die letzte irische Leichtathletik-Weltmeisterin vor Heffernan war die Langstreckenläuferin Sonia O’Sullivan, die 1995 in Göteborg den Titel über 5.000 Meter gewann. Der Potsdamer Christopher Linke hatte nach seinem neunten Platz über 20 Kilometer Gehen auf seinen Start in diesem Rennen verzichtet.

Hammerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler ist dagegen schon in der Qualifikation gescheitert. Die 29-Jährige von der LG Eintracht Frankfurt kam am Mittwoch nicht über 68,83 Meter hinaus. Damit verpasste sie das Finale der besten zwölf Werferinnen. „Die Arbeit des ganzen Jahres ist kaputt“, sagte sie enttäuscht. Mit 68,83 Metern blieb die Olympia-Zweite fast zehn Meter unter ihrer Bestleistung. Danach ging sie mit sich hart ins Gericht: „Die Technik war nicht das, was man für ein WM-Finale braucht. Dafür bin ich nicht angereist.“

Zwei deutsche Weitspringer weiter

Ebenfalls mit technischen Problemen haderte Heidlers Vereinskollegin Kathrin Klaas, die mit 68,34 Metern auch nicht weiter kam. „Ich habe viel ausprobiert und umgestellt“, sagte sie und trauerte ihrem ersten Wurf beim Warmmachen im Stadion nach. „Der erste Einwerfer hätte vermutlich gereicht, aber Einwerfen ist nicht olympisch.“ Wie es richtig gut gehen kann, zeigten die Polin Anita Wlodarczyk mit 76,18 Metern, die WM-Dritte Zhang Wenxiu (China, 75,15) und Titelverteidigerin Tatjana Lisenko (Russland, 74,60).

Besser machten es auch zwei von drei deutschen Weitspringern, die allesamt mit drei komplett unterschiedlichen Gesichtsausdrücken das Luschniki-Stadion verließen. Christian Reif (LC Rehlingen) lachte, Sebastian Bayer (Hamburger SV) schaute skeptisch, Alyn Camara (TSV Bayer 04 Leverkusen) enttäuscht. Denn während der ehemalige Europameister Reif und der amtierende Europameister Bayer die Qualifikation überstanden und nun am Freitag (17.30 Uhr) um die Medaillen mitspringen werden, verpasste ausgerechnet der in dieser Saison so starke deutsche Überraschungsmeister Camara das Finale der besten Zwölf.

Reif mit Medaillenhoffnung

Reif war bei den deutschen Meisterschaften noch von Camara und Bayer geschlagen worden, weckte am Mittwoch aber mit 8,09 Metern leichte Medaillen-Hoffnungen. „Ich bin gesund, ich habe Spaß - entsprechend darf ich auch optimistisch sein“, sagte der 28-Jährige nach dem viertbesten Sprung des gesamten Wettbewerbs. Nur der Spanier Eusebio Caceres (8,25 m), der Südafrikaner Godfrey Mokoena (8,16 m) und der Russe Alexander Menkow (8,11 m) flogen noch weiter als er.

Sein teaminterner Rivale Bayer war sich dagegen nicht sicher, wie er seine 7,95 Meter in der Quali bewerten sollte. „Ich bin mit etwas Glück ins Finale gerutscht. Jetzt kann es am Freitag nur besser werden“, gestand der 27-Jährige. Bayer plagt sich seit Monaten mit Verletzungsproblemen herum. „Ich habe immer Wehwehchen", meinte er. "Einige sind schon länger da, andere sind erst dazugekommen.“

Schadlos hielten sich die deutschen 1.500 Meter Läufer. Beide DLV-Starter, Carsten Schlangen (LG Nord Berlin; 3:40,31 min) und Homiyu Tesfaye (LG Eintracht Frankfurt; 3:38,66 min), zogen als Fünfter und Sechster ihrer jeweiligen Vorläufe direkt ins Halbfinale ein.

Quelle: Deutsche Presse-Agentur (dpa)

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