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14.08.2013 | WM 2013 | Silke Bernhart

Weitsprung-Quali: Zwei weiter, einer raus

Drei deutsche Weitspringer nahmen am Mittwoch Anlauf auf das Finale der WM in Moskau (Russland). Nur zwei von ihnen schafften es in die Runde der besten Zw├Âlf: Christian Reif (LC Rehlingen) und Sebastian Bayer (Hamburger SV) machten mit 8,09 und 7,95 Metern gleich im ersten Versuch das Finale klar. F├╝r Alyn Camara (TSV Bayer 04 Leverkusen) reichten 7,77 Meter nicht f├╝rs Weiterkommen.

Alyn Camara darf beim WM-Finale nur zuschauen (Foto: Chai)


Es fielen am Mittwochmorgen noch nicht die ganz gro├čen Weiten. Schon 7,89 Meter reichten f├╝r das Finale. ├ärgerlich f├╝r Alyn Camara, der in diesem Jahr gleich mehrere Spr├╝nge jenseits der Acht-Meter-Marke angeboten hatte. In Moskau hatte er Probleme mit dem Anlauf, die ihn um die Finalteilnahme brachten. Ebenfalls ausgeschieden ist der angeschlagene Olympiasieger: Greg Rutherford (Gro├čbritannien) verabschiedete sich mit 7,87 Metern.

Eine souver├Ąne Vorstellung bot dagegen Christian Reif. Mit 8,09 Metern gelang ihm die viertbeste Leistung der Qualifikation, die der Spanier Eusebio C├íceres (8,25 m) f├╝r sich entschied. Als nach Runde eins absehbar war, dass der erste Sprung reichen w├╝rde, verbrachte der Rehlinger den Rest der Qualifikation als Zuschauer.

Ganz so klar war die Sache f├╝r Sebastian Bayer nicht. So versuchte er sich noch zweimal, brachte aber keinen g├╝ltigen Sprung mehr zustande. Als Zehnter steht er dennoch im WM-Finale. Dort wird im Stadion vermutlich wieder gute Stimmung herrschen, denn mit dabei ist auch die russische Medaillenhoffnung Aleksandr Menkov (8,11 m).


STIMMEN ZUM WETTBEWERB:

Christian Reif (LC Rehlingen):
Mein Magen ist etwas flau, das hat mich zwar nicht gest├Ârt, ich gehe aber dennoch gleich zum Arzt. Die Qualifikation habe ich gut ├╝berstanden. Die 8,09 Meter waren noch kein Sprung, bei dem ich mit letzter Konsequenz zum Brett gegangen bin, da ist noch mehr drin. Mit der Anlage haben sich viele schwer getan, ich glaube, einige Athleten waren schon am Limit. Ich finde sie aber in Ordnung und kann hier gut springen. Ich habe die Anlage fr├╝h getestet, damit ich ansatzweise wei├č, was mich erwartet. Ich bin gesund, das Springen macht mir Spa├č, ich bin optimistisch, was das Finale betrifft!

Sebastian Bayer (Hamburger SV):
Ich bin relativ gut reingekommen. Die letzten beiden Versuche waren dann nur ganz knapp ├╝bergetreten. Jetzt bin ich etwas gl├╝cklich ins Finale gerutscht, da kann es nur besser werden. Ich bin sehr froh und stolz, das Vertrauen, das der Verband in mich gesetzt hat, mit dem Finaleinzug gerechtfertigt zu haben. Er hat dieses Mal absolut perfekt nominiert, er hat jungen Athleten eine Chance gegeben und Athleten wie mir Vertrauen geschenkt.

Alyn Camara (TSV Bayer 04 Leverkusen):
Ich hatte damit gerechnet, dass man f├╝rs Finale 7,95 Meter springen muss. Acht Meter hatte ich mir selbst zugetraut. Beim Aufw├Ąrmen habe ich mich gut gef├╝hlt. Aber ich war bei den ersten beiden Versuchen viel zu dicht am Brett. Der eine war noch g├╝ltig, aber da bin ich im Sprung abgest├╝rzt. Beim dritten Versuch bin ich zu weit zur├╝ckgegangen, das passte dann auch nicht. Von den Olympischen Spielen kannte ich die Abl├Ąufe einer gro├čen Meisterschaft schon, ein bisschen Routine kommt da rein, man kann sich auf die Wartezeiten im Call Room einstellen. Trotzdem war meine letzte Nacht relativ kurz, ich habe wach gelegen und ├╝ber den Wettkampf nachgedacht. Jetzt bin ich zwei Stunden lang entt├Ąuscht, dass es nicht mit dem Finale geklappt hat, dann geht es sicher wieder.


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