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14.08.2013 | WM 2013 | Silke Bernhart

Beide DLV-Mittelstreckler im 1.500-m-Halbfinale

Erfolgreicher Aufgalopp fĂĽr Carsten Schlangen (LG Nord Berlin; 3:40,31 min) und Homiyu Tesfaye (LG Eintracht Frankfurt; 3:38,66 min): Beide Mittelstreckler schafften am Mittwochmorgen bei der WM in Moskau (Russland) direkt den Einzug in das Halbfinale.

WM-DebĂĽtant Homiyu Tesfaye lief auf Anhieb ins Halbfinale (Foto: Chai)

Die Zeichen fürs Weiterkommen standen gut: Aus drei Vorläufen mit insgesamt 36 Teilnehmern schafften die sechs Erstplatzierten und sechs weitere Zeitschnellste den Einzug ins Halbfinale. Und die DLV-Athleten nutzten ihre Chance, ohne dabei auf die Zeit warten zu müssen.

Carsten Schlangen belegte im zweiten Vorlauf Rang fĂĽnf und konnte schon beim Ăśberqueren der Ziellinie den Finger in die Luft recken. Nach der Halbfinal-Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2008 und 2012 darf er sich nun auf sein erstes WM-Halbfinale freuen.

Homiyu Tesfaye erwischte bei seiner Premiere im deutschen Nationaltrikot einen etwas schnelleren Lauf und reihte sich im vorderen Mittelfeld ein. Auf einer schnellen letzten Runde konnte er sich in einem dicht gedrängten Feld den sechsten Platz erkämpfen. Als er auf der Anzeigetafel das Ergebnis des Rennens sah, huschte ein Lächeln über seine Lippen: Premiere geglückt.


STIMMEN ZUM WETTBEWERB:


Carsten Schlangen (LG Nord Berlin):
Ich konnte mich eine ganze Zeit lang entspannen im Rennen. Ich bin eine Pace gelaufen, die nicht zu aggressiv war. Ich war zwar recht weit hinten, hatte aber immer das Gefühl: Den Läufern vor mir kann ich gut folgen. In der dritten Runde musste ich investieren und habe den ein oder anderen Rempler bekommen. Insgesamt bin ich sehr gut durchgekommen. Als 200 Meter vor Schluss die Lücke aufging, habe ich alles gegeben. Dass es der fünfte Platz war, ist cool. Ich habe auf den letzten Metern gemerkt, dass mir keiner folgt. Das war ein schöner Moment. Die Trauben hängen hoch, vielleicht ergibt sich noch ein schöner Moment. Ich habe viel an meinem Speed gearbeitet. Die Rennen werden oft nicht schneller als 3:38 bis 3:40 gelaufen, aber da muss man noch kicken können. Das ist das Entscheidende. Ich musste so alt werden, um das zu lernen. Aber es ist nicht einfach, man muss viel sprinten, viele Steigerungen machen, das ist verletzungsanfällig. Aber ich bin auf einem ganz guten Weg.

Homiyu Tesfaye
(LG Eintracht Frankfurt):
Es war mein erster großer Wettkampf und ich war sehr nervös. Letzte Nacht habe ich nicht so gut geschlafen. Ich wollte im deutschen Trikot ein gutes Rennen machen. Mein Trainer Wolfgang Heinig hat mir gesagt, dass ich nicht von vorne laufen soll so wie bei den Deutschen Meisterschaften. Da hätte ich Ärger bekommen. Der Plan war, auf den letzten 400 Metern anzuziehen, das hat geklappt.


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