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14.08.2013 | WM 2013 | Jan-Henner Reitze

DLV-Hammerwerferinnen ausgeschieden

68,83 Meter f├╝r Hammerwerferin Betty Heidler (LG Eintracht Franfurt) und 68,34 Meter f├╝r Vereinskollegin Kathrin Klass sind bei der WM in Moskau (Russland) am Mittwoch zu wenig f├╝rs Finale gewesen. Die Qualiweite (73,00 m) war an diesem Morgen zu weit.

F├╝r Kathrin Klaas und Betty Heidler lief's nicht rund (Foto: Chai)


F├╝r den m├Ą├čigen ersten Versuch, der das Netz streifte, hatte Betty Heidler zu recht fr├╝her Stunde noch ein Schmunzeln ├╝brig. 68,83 Meter wurden gemssen, einige Konkurrentinnen taten sich ebenfalls schwer. Also: Abhaken und weitermachen. Nachdem auch der zweite Versuch nur bei 66,41 Metern gelandet war, musste ein guter Dritter her.

Eine Situation, die der Weltrekordlerin bekannt ist. Mit Qualifikationen hat sie schon mehrfach unangenehme Erfahrungen gemacht, zuletzt bei der EM in Helsinki (Finnland), wo sie wie bei der WM an gleicher Stelle nicht ins Finale kam. Mit Moskau ist das n├Ąchste Stadion mit unangenhmen Erinnerungen verkn├╝pft, denn der dritte Versuch ging in den K├Ąfig. Das bedeutete das Aus.

Nicht besser erging es Kathrin Klaas, die im dritten Versuch der zweiten Gruppe auf 68,34 Meter kam. Nachdem sie bei den letzten beiden Weltmeisterschaften gemeinsam im Finale standen, m├╝ssen die beiden DLV-Hammerwerferinnen diesmal zuschauen.

Ex-Weltmeisterin Ania Wlodarcyk (Polen; 76,18 m), die WM-Dritte Wenxiu Zhang (75,15 m) sowie die Russinnen Anna Bulgakova (74,83 m) und Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Tatyana Lysenko (74,60 m) hinterlie├čen den besten Eindruck.


STIMMEN ZUM WETTBEWERB

Betty Heidler (LG Eintracht Frankfurt):
Die Technik war nicht das, was man braucht f├╝r ein WM-Finale. Ich habe es, so ├Ąhnlich wie bei der EM im letzten Jahr, nicht zusammen gebracht. Jeder Wurf war anders. Die Einwerfer waren gut und h├Ątten gereicht. Aber im Wetkampf ist nach drei Versuchen eben Schluss. Ich bin entt├Ąuscht. Das war nicht mein Ziel. Aber auch ich muss erst einmal durch die Qualifikation und daf├╝r weit werfen. Kleine Fehler machen viele Meter und es waren heute gro├če Fehler. Man kann es oder man kann es nicht. Das ist es, was so herausfordernd ist, was es interessant macht, woran ich eigentlich meinen Spa├č habe. Man kann an Kleinigkeiten viel rausholen, aber man kann eben auch, wenn man viele Fehler macht, direkt h├Ąngen bleiben. Das kann man positiv und negativ sehen. F├╝r mich war es heute morgen negativ, aber das ist das Hammerwerfen. Ich kann es nicht ├Ąndern, was soll ich den Kopf in den Sand stecken. Mal gucken, ob ich noch beim ISTAF an den Start gehe.

Kathrin Klaas (LG Eintracht Frankfurt):
Die Saison war nicht so glatt. Ich habe viel ausprobiert und umgestellt. Ich h├Ątte eigentlich gedacht, ich h├Ątte die Technik soweit stabilisiert in den letzten Wochen, dass es zwar nicht hundertprozentig in jedem Wurf da ist, aber doch immer mal wieder so ist, dass ich es rausholen kann. Der erste Einwerfer im Stadion war gar nicht schlecht, der h├Ątte vermutlich auch gereicht. Aber Einwerfen ist nicht olympisch. Ich bin unter Stress in einen alten Fehler zur├╝ckgefallen, den ich zehn Jahre lang gemacht habe. Im letzten Versuch konnte, ich das zumindest ├Ąndern. Aber die Kurve war zu steil und wenn man nicht ganz so gro├č ist, schl├Ągt der Hammer dann unten auf, hat Geschwindigkeit verloren und ist zu fr├╝h runtergekommen. Wahrscheinlich hat der Hammer eine Delle im Ring hinterlassen. Mit meinem Training bin ich total zufrieden. Meine Zubringerwerte stimmen. Ich bin grunds├Ątzlich ein Risiko-Werfer, das ist vom K├Ârperlichen gegeben. Ich muss in jedem Wurf alles geben. Ich liebe die Geschwindigkeit, die das Ger├Ąt entwickeln kann, wenn man es richtig ansteuert. Das hat heute leider nicht gepasst.


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