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13.08.2013 | WM 2013 | Jan-Henner Reitze

Silke Spiegelburg schon wieder Vierte

Der Fluch bleibt: Silke Spiegelburg (TSV Bayer 04 Leverkusen) ist bei der WM in Moskau (Russland) schon wieder Vierte geworden. 4,75 Meter ohne Fehlversuch waren nicht genug für mehr. Gold ging nach sechs Jahren wieder an Yelena Isinbayeva (Russland; 4,89 m). Lisa Rizh (ABC Ludwgishafen; 4,55 m) und Kristina Gadschiew (LAZ Zweibrücken; 4,45 m) kamen auf die Ränge acht und zehn.

Silke Spiegelburg verpasste eine Medaille schon wieder knapp (Foto: Chai)


Über das Jahr 2012 spricht Silke Spiegelburg nicht mehr. Dreimal hatte sie bei Hallen-WM, EM und Olympia den vierten Platz belegt. Gensauso war es bei der Heim-WM 2009 in Berlin. In Moskau lief es bis 4,75 Meter und damit einer Saisonbestleistung reibungslos. Die Leverkusenerin behielt eine weiße Weste. Eine Medaille schien zum Greifen nah. An diesem Tag mussten aber 4,82 Meter dafür her, soviel wie noch nie bei einer WM. An der Einstellung ihres deutschen Rekordes scheiterte die 27-Jährige aber und kam wieder auf Rang vier.

Nach vielen Problemen ist Yelena Isinbayeva dagegen wieder zurück auf dem Thron: Die Weltrekordhalterin holte ihren dritten WM-Titel, nachdem sie fünf Jahre lang im Freien kein Gold mehr gewinnen konnte. Unter dem Jubel ihrer Landsleute flog die Russin über 4,89 Meter.

Olympiasiegerin Jenn Suhr (USA) holte Silber. Bronze ging an Yarisley Silva (Kuba). Beideschafften die 4,82 Meter. Damit standen die gleichen Springerinnenen wie in London (Großbritannien) auf dem Podium.

Auf Rang acht landete Lisa Rizyh, die erst kurz vor der WM auf den Zug nach Moskau aufgesprungen war. Mit ihrer Saisonbestleistung (4,55 m) bestätigte sie ihr Niveau in diesem Jahr.

Kristina Gadschiew meisterte 4,45 Metern im ersten Versuch. In einer schwierigen Saison, in der sie sich von einem Ermüdungsbruch erholen musste, wurde sie WM-Zehnte.


STIMMEN ZUM WETTKAMPF:

Silke Spiegelburg (TSV Bayer 04 Leverkusen):
Eben kamen überhaupt keine Tränen, dann kamen wieder Tränen. Ich kann mir nichts vorwerfen, das einzige ist: Ich hätte ein bisschen ruhiger bei 4,82 Metern sein müssen. Da war ich vielleicht ein bisschen hibbelig. Aber gut, das wäre persönliche Bestleistung eingestellt gewesen. Das ist in dem Moment vielleicht normal. Ich habe auf dem Höhepunkt die beste Leistung abgerufen, wäre fast persönliche Bestleistung gesprungen. Ich hatte das Ticket sicher und konnte mich gezielt vorbereiten. Ich habe im Vorfeld so trainiert. Deshalb war es klar, dass es mal Höhen und Tiefen gibt. Dass ich krank war, war vielleicht blöd, aber man kann es nicht ändern. Ich muss abschalten und einfach nur raus hier.

Lisa Rizyh blieb bis zum Schluss (Foto: Chai)


Lisa Riyzh
(ABC Ludwigshafen):
Ich hatte VIP-Plätze in der ersten Reihe, da wollte ich nicht gehen. Ich konnte zuschauen und so viel lernen, aus nächster Nähe. Ich konnte den Mädels in die Augen sehen, als es um die Medaillen ging, sehen, wie sie drauf sind und was sie für Emotionen haben. Man sieht es in ihren Augen: Sie geben alles, egal was kommt und beißen drüber. Ich bin bei dieser WM zum ersten Mal aus 14 Schritten gesprungen. Ich hatte die ganze Saison Probleme. Ich habe mit 16 Schritten angefangen, dann ging das mit der Hand nicht und ich bin auf zwölf gegangen. Jetzt ging es zum ersten Mal aus 14 Schritten, weil ich es lächerlich fand da rauszugehen und aus kurzem Anlauf zu springen. Es hat noch nicht ganz gerreicht. Ich muss noch viel lernen. Ich bin motiviert und möchte schneller und stärker werden.

Kristina Gadschiew (LAZ Zweibrücken):
Es ist keine großartige Leistung gewesen. Ich bin zum dritten Mal Zehnte. Darüber sollte ich mir Gedanken machen. Das Fazit der Saison ist aber positiv. Ich habe nicht erwartet, dass ich im Finale bin. Ich kann mich nicht beschweren. Die Stimmug und die Anlage waren super. Man kann hier echt hoch springen.


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