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13.08.2013 | WM 2013 | Alexandra Neuhaus

Möldner-Schmidt und Krause unter den Top Ten

Zwei unter den Top Ten: Antje Möldner-Schmidt (LC Cottbus) und Gesa-Felicitas Krause lieferten im Schatten der afrikanischen Übermacht im WM-Finale über 3.000 Meter Hindernis am Dienstagabend in Moskau (Russland) eine gute Vorstellung ab. Die deutsche Rekordhalterin Möldner-Schmidt wurde Achte in 9:34,06 Minuten, die Frankfurterin Krause landete einen Platz dahinter. Gold geht nach Kenia an Milcah Chemos (9:11,65 min).

Gesa-Felicitas Krause lief in Moskau Saisonbestzeit (Foto: Chai)


Vom ersten Schritt war es ein afrikanischer Länderkampf: Kenia gegen Äthiopien. Im der Verfolgergruppe – die beiden Deutschen. Während Antje Möldner-Schmidt sich zwischenzeitlich auch um das Tempo verdient machte, ging es für Gesa-Felicitas Krause darum, Erfahrung in solch einem Rennen zu sammeln. Denn auch wenn sie bereits im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen in London (Großbritannien) Achte geworden war, war sie in Moskau nur über die Zeitregel ins Finale gerutscht.

Schnell war es an der Spitze. 3:01,72 Minuten wurden für die ersten 1.000 Meter gestoppt, 6:11,36 Minuten zeigte die Uhr nach 2.000 Metern. Da war es schon die spätere Siegerin Milcah Chemos, die sich um das Tempo verdient machte. Richtig absetzen konnte sie sich aber erst auf den letzten Metern. In 9:11,65 Minuten holte die Kenianerin, deren größter Erfolg bislang die Bronzemedaille bei der WM 2011 in Daegu (Südkorea) war, Gold – schneller war noch keine Hindernisläuferin der Welt in diesem Jahr.

Hinter den sechs schnellen Afrikanerinnen kämpften die Europäerinnen um die Plätze – mitten drin die beiden Deutschen. Im Schlusssprint war aber die Ukrainerin Valentyna Zhudina (9:33,73 min) die Schnellste und wurde Siebte vor Antje Möldner-Schmidt. Gesa-Felicitas Krause lief auf Platz acht Saisonbestzeit mit 9:37,11 Minuten. Für die junge Frankfurterin, die vor neun Tagen ihren 21-jährigen Geburtstag feierte, war es der schöne Abschluss einer starken Saison, in der sich die junge Nachwuchsläuferin bereits den Titel bei den U23-Europameisterschaften in Tampere (Finnland) geholt hatte.

STIMMEN ZUM WETTKAMPF:

Antje Möldner-Schmidt (LC Cottbus):
Bis zum ersten Wassergraben war ich vorne relativ nah dabei. Dann war der Wassergraben aber sehr bescheiden. Ich habe Stehversuche gemacht. Damit war die Führungsgruppe leider weg. Mit der 9:34 kann ich zufrieden sein. Das ist die zweitschnellste Zeit in diesem Jahr. Ich habe mich reingehängt und alles versucht. Wenn das Jahr bei mir anders verlaufen wäre, hätte es anders ausgehen können. Ich bin im November in der Höhe krank geworden und hatte mit meinem Belastungs-Asthma zutun, bis Februar und bin dann nochmal krank geworden. Deshalb fehlt der Umfang, den man im Winter hätte machen können. Ich muss auf meinen Körper hören und mal gesund bleiben. Eine EM, hatte ich noch nie.


Gesa Felicitas Krause (LG Eintracht Frankfurt):
Ich bin sehr zufrieden mit dem neunten Platz. Ich habe mich viel besser gefühlt als im Vorlauf! Ich bin heute Morgen mit einem Strahlen im Gesicht aufgestanden und habe gedacht: Heute ist ein guter Tag. Ich war einfach mit Spaß dabei. Es war meine zweite WM, und ich bin zum zweiten Mal Neunte geworden. Vor der Saison hatte ich vielleicht gehofft, ein bisschen weiter vorne zu landen, aber ich hatte ein schwieriges Jahr. Ich bin 21, ich habe noch ein paar Jahre vor mir. Dass die Afrikanerinnen so weit vorweg laufen, irritiert mich nicht. Ich war ja schon dreimal im Trainingslager und weiß, wie die Athleten dort trainieren. Sie haben ihr Leben auf den Sport ausgerichtet und dem alles untergeordnet. Ich habe für mich selbst im vergangenen Jahr gemerkt, dass ich auch versuchen will, diesen Weg zu gehen. Ich mache jetzt die Grundausbildung bei der Bundeswehr, das ist eine gute Unterstützung. Das Studium will ich weiterführen, aber nicht so intensiv. Ich kann in acht Jahren immer noch sagen „Okay, das war’s, ich mache jetzt meinen Bachelor.“ Dann bin ich mit 31 fertig. Und arbeiten muss ich eh, bis ich 65 bin.


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