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13.08.2013 | WM 2013 | Jan-Henner Reitze

Claudia Rath erkämpft Rang vier

In einem tollen Siebenkampf hat eine Bestleistung (6.462 Punkte) Claudia Rath (LG Eintracht Frankfurt) am Dienstag bei der WM in Moskau (Russland) Rang vier gebracht. Zu Bronze und Dafne Schippers (Niederlande; 6.477 Punkte) fehlten am Ende nur 15 Punkte. Gold ging an Hanna Melnychenko (Ukraine; 6.586 Punkte).

Claudia Rath machte den bisher besten Siebenkampf ihres Lebens (Foto: Chai)


Sie wusste um ihre Chance und hatte vor dem Start trotzdem ein Lächeln auf den Lippen: Claudia Rath freute ich auf die abschließenden 800 Meter und spielte ihre Stärke aus: 250 Meter vor Schluss trat die Frankfurterin an und steigerte ihre ohnehin schon starke Bestzeit in 2:06,43 Minuten noch einmal um mehr als zwei Sekunden.

Das reichte, um noch zwei Plätze gut zu machen. Mit 6.462 Punkten steigerte sich die EM-Siebte unterm Strich gegenüber Ratingen um 145 Punkte. Zu Bronze fehlten gerade einmal 16 Punkte.

Diese Medaille wollte Dafne Schippers um keinen Preis aus der Hand geben. Die Niederländerin wuchs über 800 Meter über sich hinaus. In 2:08,94 Sekunden rettete sie ihre Medaille ins Ziel (6.477 Punkte).

Julia Mächtig ist enttäuscht


Die Verletzungsprobleme der Protagonistinnen der vergangenen Jahre nutzte Hanna Melnychenko (Ukraine; 6.586 Punkte) zur Goldmedaille. Mit Bronze bei der Hallen-EM hatte die 30-Jährige ihren bis zur WM größten Erfolg auch schon in diesem Jahr gefeiert, bei Olympia in London (Großbritannien) war sie Zehnte, der WM in Berlin 2009 Sechste.

Im Alter von 30 Jahren gelang es noch einmal, die vier Jahre alte Bestleistung (6.445 Punkte) auf 6.586 Punkte zu steigern, dank Ausgeglichenheit in allen Disziplinen.

Silber ging an Brianne Theisen Eaton (6.530 Punkte), die Frau von Zehnkampf-Weltmeister Ashton Eaton (USA) feierte damit ebenfalls den bisher größten Erfolg ihrer Karriere.

Für Julia Mächtig lief auch am zweiten Wettkampftag wenig zusammen. Noch einmal in den Bereich ihrer Bestleistung von Ratingen (6.430 Punkte) zu kommen, war schon nach dem ersten Tag nicht mehr möglich. Zum Befreiungsschlag konnte die 27-Jährige nicht mehr ansetzen und wurde am Ende mit 6.021 Punkten 17., dabei fühlte sie sich ähnlich platt wie vor zwei Jahren in Daegu (Südkorea), wo auch schon nur der selbe Rang herausgekommen war.


STIMMEN ZUM WETTKAMPF:

Claudia Rath (LG Eintracht Frankfurt):
Es hat alles gepasst, außer im Speerwurf und mit der Kugel. Aber ein vierter Platz ist Bombe, damit hätte ich vor dem Wettkampf nie gerechnet. Klar, ein kleines weinendes Auge ist da, denn Bronze war so nah, aber ich habe über 800 Meter noch einmal alles gegeben, schneller konnte ich wirklich nicht laufen. Wir haben gedacht, 2:08 würde reichen. Dass die Niederländerin sieben Sekunden Bestleistung läuft, hätten wir nicht gedacht. Damit hat sie sich den dritten Platz verdient. Ich muss noch realisieren, dass ich den dritten Platz habe. Ich wollte vor dem Wettkampf unter die ersten Zwölf, jetzt bin ich Vierte, die Bronzemedaille war nicht weit entfernt. Mein Trainer ist hochzufrieden. Das ist nicht oft der Fall. Wenn er zufrieden ist, ist es schon gut gelaufen.

Julia Mächtig (SC Neubrandenburg):
Das war von vorne bis hinten ein schlechter Wettkampf, das kann ich nicht schön reden. Ich bin zweimal bei Weltmeisterschaften 17. und bei Olympia 31., 2009 war ich Neunte. Da habe ich vielleicht etwas anders gemacht, ich weiß es nicht genau, warum ich es nicht umsetzen. Das muss ich analysieren. Aber wir haben mit Claudia etwas zu feiern und für mich geht es nächstes Jahr weiter, da greife ich wieder an.


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